Ein Veteran verlässt Battlerap! UBC #6 // Battlerap

Die United Battle Culture zieht nach draußen und das neue Zuhause ist malerisch. Das USUS am Wasser an der Donau, bekannt durch das FM4 Event Swound Sound und viele weitere underground Veranstaltungen. Eine würdige Open-Air Alternative zum r:journey Headquarter. Das dort stattgefundene UBC #6 des vergangenen Donnerstags war vollgepackt mit Song-Battles, dem Freestyle-Turnier und hohem Besuch aus Deutschland.

Newcomer vs Veteran

Das UBC zieht immer wieder Battlerapper aus Deutschland nach Wien, manchmal sogar aus den USA (Dizaster in der UBC #4). Dieses Mal war die deutsche Battlerap-Ikone Muro zu Gast. Er lieferte im Turnier extrem schlagkräftig ab: guter Flow, konstante Energie, kein Stolperer, keine Überlegungspausen, der zweifache RAM-Champion war durchwegs on point. Man merkte, dass Muro Battlerap einfach beherrscht.

Im Finale traf er auf den Newcomer Leon. Leon ist erst das zweite Mal dabei und schaffte es tatsächlich, den Veteranen mit raffinierten Kontern und stabiler Präsenz aus dem Turnier zu werfen. Ein großer Moment für einen Neuling, das zweite Mal dabei und schon das Turnier gewonnen.

Muros (links) vs Leon (rechts) // Foto by: Shorty

Nach dem Battle gab Muro bekannt, dass dies sein letztes Freestyle-Battle-Turnier war. Er begann mit 13 Jahren zu freestylen, trat mit 16 in erste Turniere ein und verschaffte sich schnell einen Namen in der deutschen Szene. Zwei RAM-Titel, ein Toptier Takeover-Sieg, seine Karriere war erfolgreich. Jetzt, nach über 15 Jahren im Game, beendet er seine aktive Battle-Laufbahn und konzentriert sich auf neue musikalische Projekte.

Muros Abschied // Foto by: Shorty

Song Battle: Alle gegen alle

Meduzza aus Ottakring – bekannt durch das Musikprojekt Katalyzator, das Jugendlichen eine professionelle Plattform für ihre Musik bietet. Ihre Tracks erzählen vom rauen Leben in West Wien. Sie performte mit aggressiver Energie, fast wie eine junge Schwesta Ewa, die ganze Crowd war mitgerissen.

Joshy stand ihr gegenüber mit Boom-Bap-Beats im Nacken von seinem Producer Christoh. Sein neues Album „SIM(P) Diaries“ entstand nach Heartbreak, Reisen und Exzessen. Er rappte „Ween Pt. 2″: wortgewandt, hedonistisch, es geht um Wien und das Leben in dieser Stadt.

See Also

Tee-Jay aus Salzburg wagte sich als Dritter vor. Der Salzburger rappt normalerweise auf Englisch, doch diesmal präsentierte er seine erste Mundart-Single „Eigene Wöd“ dunkle, aggressive Vibes. Sein Stil erinnert allgemein an den Mundart-Rapper MOZ.

Meduzza gewann das Songbattle nach Publikumsentscheid und performte einen weiteren Track: „Löffen Feuer Crack“.

Joshy (links) und Meduzza (rechts) // Foto by: Shorty

Nächste Session: 06. August im USUS am Wasser

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