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Esref macht auf gschead: „Imma no fia mi“ // Video

Esref macht auf gschead: „Imma no fia mi“ // Video

Esref
Esref argumentiert mit Schürze und Feidl.

Esref von der Eastblok Family brilliert wie kaum ein anderer Wiener Rapper durch Multilingualität. Der Simmeringer Hackler switcht häufig zwischen türkischsprachigen und im Wiener Dialekt gehaltenen Nummern, wobei sich das Wienerische zunehmend durchsetzt. Auf den 2010 noch spaßhalber aufgenommenen Mundart-Track „Unkraut“ folgten mehrere Kollabos mit den Droogieboyz, der im Straßenrap-Style gehaltene 1110-Representer „Unkraut vageht ned“ sowie der „Glasscherb’n Tonz„, der auf einem gleichnamigen Wienerlied von Fritz Muliar basiert. Generell herrscht ein grantig-aggressiver Grundtenor, wobei sich der „Simmeringer Glotzntiak“ verstärkt am Pücha-Lifestyle orientiert – so stehen Wirtshaus-Keilereien und gezückte Messer auf dem Programm. Weiters representet Esref das Gemeindebau-Life und prangert nebenbei rechte Politker sowie ausländerfeindliche Mitbürger an.

Demnächst veröffentlicht der bei den Wiener Linien arbeitende Esref mit „A Hackla | Du Wappla“ ein im Wiener Dialekt gehaltenes Tape. Auf der ersten, von PMC produzierten Single „Imma no fia mi“ stellt der Rapper klar, dass es ihn peripher tangiert, was andere machen. Die Schufterei bleibt ohnehin an ihm hängen: „I bin zwor Owezara owa Chef in diesem Drecksjob.“ Das stellt Esref auch im Video zur Schau, denn ab dem zweiten Verse darf er in einem Lokal an der Simmeringer Hauptstraße Geschirr abwaschen, die Fleischlaberl auf den Grill schmeißen und das Gemüse schneiden. Wenigstens bleibt noch etwas Zeit, um mit dem Feidl zu posieren.

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