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Oddisee grübelt im Eiltempo // Audio

Oddisee grübelt im Eiltempo // Audio

Oddisee
Oddisee
Oddisee bei einem Wien-Besuch. © Niko Havranek, 2015

Kein Kalenderjahr vergeht ohne reichlich neuen musikalischen Output des Rappers und Produzenten Oddisee. Nachdem er heuer die EP „Alwasta“ und das Instrumental-Album „The Odd Tape“ releast hat, steht am 24. Februar des kommenden Jahres mit „The Iceberg“ ein neues Solo-Album auf dem Programm. Der stets auf die Qualität achtende Workaholic möchte darauf den eingeschlagenen Weg fortsetzen und perfektionieren: eingängige, sauber produzierte Beats, kombiniert mit durchdachten Lyrics. Während auf Oddisees vorherigen Rap-Alben wie „The Good Fight“ ein starker autobiografischer Fokus liegt, soll „The Iceberg“ auch mit HipHop-Stereotypen spielen und vermehrt die Blickwinkel anderer Personen miteinbeziehen: „12 tracks about money, sex, politics, race and religion that appear superficial until his multi-dimensional lyrics unfurl to expose the complexities of individuality and identity: how we see ourselves and how others see us.“ Unmittelbar nach dem Release seines neuen Albums plant der Künstler von der Mello Music Group eine dreimonatige Tour, die am 10. April ein Konzert in Wien beinhaltet. Unterstützung bekommt er dabei von der Band The Good Compny, die auch am Album Instrumente live eingespielt hat.

Vorab gibt es mit „Things“ die erste Single zu hören, die mit tanzbaren, elektronischen Klängen und einem vergleichsweise hohen Tempo besticht. Auf textlicher Ebene philosophiert der in Brooklyn lebende Rapper über einen häufig unangemessenen Umgang mit Minderheiten, was im Dickicht von First-World-Problems unterzugehen droht. Ein stimmiger Titeltrack, mit dem Oddisee seine Qualität unterstreicht, komplexe, politische Themen leichtfüßig und dennoch in adäquater Manier anzuschneiden.

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