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Sag zum Abschied laut Skero

Sag zum Abschied laut Skero

TEXTA by Daniel Shaked © 2013_ 18

Was für ein Abend! Wie schon in Linz holten Texta und Weggefährten noch mal anlässlich ihres runden Jubiläums den Hammer raus, um ein Venue, dieses Mal das WUK, auf seine Standfestigkeit zu prüfen.

Die zweite der großen Jubiläumsshows von Texta ging dieses Mal in Wien im WUK über die Bühne und schon im Vorfeld wurden die Erwartungen hochgeschraubt. Besonders machten den Abend die freudig erwarteten Live-Comebacks von Gruppen wie Brotlose Kunst in Linz oder Schönheitsfehler (SHF) sowie Das Dampfende Ei in Wien. Leider musste letzteres auf Grund der Erkrankung von SHF-Frontmann Milo ausbleiben – die Vorbereitungen zu diesem Konzert haben aber bei allen Gruppenmitgliedern Überlegungen angeregt, dies in einem anderen Rahmen nachzuholen – so watch out for SHF!

Ganz musste man auch an diesem Abend allerdings nicht auf diese legendäre Gruppe verzichten, beehrte doch eines der Gründungsmitglieder und „Mastermind“ hinter Duck Squad und SHF, , die The Message-Podiumsdiskussion, die den Abend eröffnen sollte. Neben diesem Pionier aus den Anfängen diskutierten mit uns noch Mosch, Labelchef von Duzz Down San, einem der aktuell spannendsten österreichischen Labels, wenn es um HipHop/Rap und elektronische Musik geht, und Flip, seit Anfang der 1990er Jahre bis heute eine zentrale Figur für die Entwicklung von HipHop in Österreich. Schwerpunktmäßig gings um Geschichten aus den letzten 20 Jahren und Infrastrukturen, vor allem Indie-Labels. Aber Genaueres zu den Podiumsdiskussionen, sowohl in Linz, als auch in Wien, in einem anderen Rahmen und in Bälde.

Musikalisch eingeläutet wurde die Sause dann von Ill Mindz, also Def Ill und Digga Mindz, die sowohl Tracks aus ihrem gemeinsamen Projekt wie auch Solostücke zum Besten gaben. Digga Mindz steht übrigens vor einem neuen Release, sollte man sich anhören. Kayo & Average sprangen spontan ein, als sich abzeichnete, dass das Comeback von Schönheitsfehler und Das Dampfende Ei vertagt werden würde, die ein buntes Potpourri ihres bisherigen Schaffens darboten. In dieser Konstellation werden die beiden übrigens auch noch einige weitere Live-Auftritte nachlegen.

Wie schon in Linz waren dann Blumentopf und jede Menge Freestyles eine Garantie dafür, die Crowd im ausverkauften WUK an ihre Belastbarkeitsgrenzen zu führen. Das Publikum war bis auf die Haarspitzen motiviert. bunt gemischt und spiegelte einen schönen Querschnitt der Generationen an Fans wider, die sich Texta in den letzten 20 Jahren erarbeitet hat. Mit Blumentopf als Durchlauferhitzer für den großen Auftritt von Texta waren sich sehr viele im Publikum dann bewusst, wie geschichtsträchtig eigentlich diese – in dieser Konstellation – letzte Zusammenkunft von Texta ist beziehungsweise war.

In den letzten Monaten bekamen Texta von allen Seiten und Medien „Respect“ gezollt – bei einigen für die breitere Öffentlichkeit und Musiklandschaft relevanten hätte man sich das schon oft früher gewünscht. Abgesehen davon wussten auch die Texta-Jungs, dass es am Donnerstag Abend um etwas ging. Schließlich feierte man nicht nur ihren ersten Live-Auftritt vor 20 Jahren, sondern wollte auch würdig und gebührend Skeros Abschied begehen. Sehr emotionale und zugleich professionelle und eindrucksvolle Performance, die dann folgte, und wie in Linz analog zu dem chronologischen Aufbau der Show begann alles – nicht nur an diesem Abend – mit „3 Uhr 10“. Ab da war es dann eine Zeitreise, die viele im Publikum mitnahm und berührte und alle wichtigen Marksteine im Texta-Kosmos streifte. Wir danken für die letzten 20 Jahre, es war großartig! Auf die nächsten 20…

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Fotos und Eindrücke von diesem Abend gibt es hier:

(SA)