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MTS: Das intergalaktische Sechseck // Triple-EP

MTS: Das intergalaktische Sechseck // Triple-EP

MTS

„Auch wenn jede von uns diesmal so auf extra kommt,
bilden wir drei mit unseren zwei Seiten ein Hexagon“
– Mag-D in „Hexagon“

Am Opener-Track geben sich die drei Wiener Rapperinnen von MTS kosmisch, spielen mit Weltall-Metaphern und beschwören das sechseckige Vieleck. Es ist die einzige gemeinsame Single der Musikerinnen, die restliche „Hexagon“-EP gliedert sich in drei Solo-Werke:

Miss Def zeigt sich auf ihrer „Lichtblicke“-EP teils mystisch (Funkloch), rappt dann auf einen Dubstep-Beat (Irgendwann) oder auf sanfte Klaviertöne (Wege im Nichts). Die Beats kommen dabei von unter anderem Rawheatz oder Slantize, die Cuts von DJ Concept von Da Staummtisch.

Stringenter wirkt da die „Headonismus“-EP von Nora Mazu, die zur Gänze von Ja:kova & Nomad produziert wurde und deren charakteristischer elektronisch-experimentelle Sound wie bei „Tennis im Kopf“ wegweisend ist. „Bei dem Track geht es auch um Hedonisum im eigentlichen Sinne, dass unserer Generation der Hedonismus als Ausweg dient und dennoch nicht befriedigt„, erläutert Nora Mazu gegenüber The Message den Titel der EP. Neben den elektronischen Klängen sind aber auch Sample-basierte Beats wie bei „Geigerzähler“ auf „Headonismus“ zu finden.

Das dritte MTS-Mitglied, Mag-D, thematisiert auf ihrer „The Godmother“-EP vor allem die schwierige Rolle von Frauen in der HipHop-Szene wie bei „LMS“, das für „Lass mich sein“ steht. Aber sie gibt auch Persönliches wie die Krankheit ihrer Mutter preis (Egal was is). Einige Beats hat sie selbst produziert, die restlichen kommen von Atomic Beats, Ear 2 Tha Beat und Allrounda.

Auch wenn die drei Rapperinnen derzeit auf Solopfaden unterwegs sind, wurde das 2007 entstandene Projekt MTS steht für Multitaskingsisters keineswegs aufgelöst. „Wir haben nach den vielen intensiven MTS-Jahren einfach die Zeit genutzt, um uns auf unsere Solo-Geschichten zu konzentrieren„, meint Miss Def gegenüber The Message.

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Die erste Videoauskopplung des Triple-Releases stammt von Miss Def: